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Warum ich Coach geworden bin




Es gibt Momente im Leben, die sich tief einprägen.


Nicht, weil sie laut sind, sondern weil sie den eigenen Blick auf das Leben für immer verändern.


Für mich war einer dieser Momente die Beerdigung meiner Oma.


Meine Oma wurde in der Vorkriegszeit geboren.

Sie verlor ihren Vater schon als Kind. Als Jugendliche musste sie früh Verantwortung übernehmen und sich um ihre jüngeren Geschwister kümmern.


Für ihre eigenen Wünsche, Bedürfnisse oder Träume blieb kaum Platz.


Diese Erfahrungen haben sie geprägt.


Im Laufe ihres Lebens entstanden Konflikte mit ihren Geschwistern, die sie nie wirklich verarbeiten konnte.

Für sie waren sie ein Symbol für all das, worauf sie selbst hatte verzichten müssen.


Der Kontakt brach schließlich vollständig ab.


Als sie später an Demenz erkrankte,

schienen genau diese alten Verletzungen wieder an die Oberfläche zu kommen.


Die Wut wurde größer.


Der Schmerz blieb.


Was mich bis heute bewegt:

Auf ihrer Beerdigung waren ihre Geschwister da.

Sie waren ihr nicht böse.

Während meine Oma ihren Schmerz ihr Leben lang mit sich getragen hatte, war auf der anderen Seite längst Vergebung möglich gewesen.


An diesem Tag stand ich dort und dachte nur einen einzigen Satz:


"So möchte ich nicht von dieser Welt gehen."


Ich möchte nicht am Ende meines Lebens zurückblicken und feststellen, dass alte Verletzungen, Ängste oder unausgesprochene Bedürfnisse mein Leben bestimmt haben.


Ich möchte bewusst leben.


Ich möchte meine eigenen Bedürfnisse erkennen, Verantwortung für meine Entscheidungen übernehmen und immer wieder den Mut haben, meinen Blickwinkel zu erweitern.


Genau deshalb bin ich Coach geworden.


Nicht, weil ich glaube, Menschen sagen zu können, wie sie leben sollen.


Sondern weil ich ihnen helfen möchte, sich selbst besser zu verstehen.


Denn manchmal verändert nicht eine Lösung unser Leben,

sondern eine neue Perspektive.


Vielleicht ist genau das der Anfang von Freiheit.


Nicht der Freiheit, alles tun zu können.


Sondern der Freiheit, das eigene Leben bewusst zu gestalten – und eines Tages ohne unnötige innere Konflikte darauf zurückzublicken.


Ich glaube, meine Oma ist damit kein Einzelfall.


Ich bin überzeugt, dass viele Menschen belastende Erfahrungen,

ungeklärte Konflikte oder unerfüllte Bedürfnisse ein Leben lang mit sich tragen.


Oft werden die Themen nie wirklich angesehen – und beeinflussen trotzdem Entscheidungen, Beziehungen und das eigene Wohlbefinden.


Genau dabei möchte ich Menschen begleiten.


Ich möchte ihnen helfen, ihre eigenen Muster besser zu verstehen, belastende Konflikte zu entkräften, neue Perspektiven zu entdecken und Schritt für Schritt mehr innere Ruhe und Freiheit zu finden.


Denn ich glaube, dass ein bewusst gelebtes Leben nicht bedeutet, keine Schwierigkeiten zu haben.

Es bedeutet, sich selbst so gut zu verstehen, dass vergangene Erfahrungen nicht länger die Zukunft bestimmen.



Deshalb bin ich Coach geworden.



Welche Geschichte möchtest du eines Tages über dein eigenes Leben erzählen?


 
 
 

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