Warum ich lieber den Eisberg betrachte als die Spitze
- Yvonne Collisi
- 3. Aug.
- 2 Min. Lesezeit

Wenn Menschen zu mir ins Coaching kommen,
bringen sie meist ein sichtbares Problem mit.
“Ich esse zu viel.”
“Ich kann nicht Nein sagen.”
“Ich gerate immer wieder in dieselben Konflikte.”
“Ich fühle mich ständig gestresst.”
Das ist die Spitze des Eisbergs – der Teil, den jeder sehen kann.
Doch wie bei einem echten Eisberg befindet sich der größte Teil unter der Wasseroberfläche.
Dort liegen häufig die eigentlichen Ursachen:
alte Erfahrungen
verletzte Bedürfnisse
unbewusste Glaubenssätze
innere Konflikte
Werte, die verletzt wurden
ein Selbstbild, das längst nicht mehr zu dem Menschen passt, der wir heute sind
Wenn wir nur die Spitze bearbeiten, kann sich das Problem kurzfristig verändern.
Oft taucht es jedoch in einer anderen Form wieder auf.
Deshalb interessiert mich nicht nur, was Sie verändert haben möchten.
Mich interessiert vor allem warum dieses Verhalten überhaupt entstanden ist.
Warum greift jemand bei Stress zum Essen?
Warum fällt es manchen Menschen so schwer, Grenzen zu setzen?
Warum bleiben wir in Beziehungen, die uns nicht guttun?
Warum haben wir Angst vor Veränderungen, obwohl wir wissen, dass sie uns guttun
würden?
Die Antworten liegen selten an der Oberfläche.
Genau deshalb arbeite ich nach dem St. Galler Coaching Modell.
Gemeinsam betrachten wir nicht nur das sichtbare Verhalten, sondern auch die Zusammenhänge darunter – die Werte, Erfahrungen, inneren Muster und das Selbstbild, die unser Handeln oft unbewusst beeinflussen.
Denn aus meiner Erfahrung entsteht nachhaltige Veränderung nicht dadurch, dass wir die Spitze des Eisbergs verschönern.
Sie entsteht dann, wenn wir verstehen, was ihn unter der Wasseroberfläche trägt.
Ein Eisberg verändert seine Form nicht, indem man an der Spitze etwas abschlägt.
Er verändert sich, wenn sich das verändert, was ihn von unten trägt.
Was wäre, wenn ihr größtes Problem gar nicht das eigentliche Problem ist?
Was könnte sich unter Ihrer persönlichen Wasseroberfläche verbergen?
Nehmen Sie sich ein Moment Zeit. Manchmal beginnt Veränderung nicht mit einer Antwort, sondern mit einer neuen Frage.




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